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Zu was sind Christen verpflichtet?

Beantwortet am 22. Dezember 2025 14 Quellen

Zentrale Verpflichtungen der Christen im Glauben


Kurz gesagt

Christen sind verpflichtet, an Christus zu glauben, Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben sowie die Gebote Gottes und die Vorschriften der Kirche zu halten. Dazu gehören insbesondere das Bekenntnis des Glaubens, die Teilnahme an der Eucharistie, der Empfang der Sakramente, das Streben nach Heiligkeit im Alltag und der Einsatz für Gerechtigkeit und Nächstenliebe. All dies wurzelt in der Taufgnade und zielt auf die Gemeinschaft mit Gott und das Heil aller Menschen.

Christen sind vor allem zu einer lebendigen Gemeinschaft mit Gott und zur Liebe verpflichtet. Aus Taufe und Glaube ergeben sich mehrere grundlegende Pflichten:

  1. Glauben, Hoffen, Lieben

    • Annahme und Bekenntnis des Glaubens an den dreifaltigen Gott und an Christus als Herrn und Erlöser (vgl. Röm 10,9).
    • Vertrauen auf Gottes Verheißungen und ewiges Leben.
    • Liebe zu Gott über alles und zum Nächsten wie zu sich selbst (Mt 22,37–401; Joh 13,34).
  2. Teilnahme am Leben der Kirche

    • Teilnahme an der Eucharistie an Sonn- und gebotenen Feiertagen (Sonntagspflicht; vgl. CIC can. 1247; KKK 2180–2182).
    • Empfang der Sakramente, besonders der Eucharistie und der Beichte, nach Fähigkeit und Disposition (KKK 1389; 1457).
    • Mitwirkung am apostolischen und missionarischen Auftrag der Kirche (Mt 28,19–20; LG 33).
  3. Befolgung der Gebote Gottes und der Kirche

    • Einhaltung der Zehn Gebote (Ex 20; Dtn 5) als Grundnorm christlichen Lebens (KKK 2052ff.).
    • Befolgung der Kirchengebote (Teilnahme an der Messe, Beichte, Kommunion zu Ostern, Fast- und Abstinenzgebote, Beitrag zum Unterhalt der Kirche; vgl. KKK 2041–2043).
  4. Heiligung des eigenen Lebens

    • Streben nach Heiligkeit im Alltag (vgl. LG 40): Umkehr, Gebet, Gewissenserforschung, Werke der Barmherzigkeit.
    • Formung des Gewissens nach dem Evangelium und der kirchlichen Lehre (KKK 1783–1785).
    • Annahme des eigenen Kreuzes, Nachfolge Christi in Hingabe und Opferbereitschaft (Lk 9,23).
  5. Verantwortung in Welt und Gesellschaft

    • Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden, Schutz des Lebens und der Menschenwürde, besonders der Schwächsten (Mt 25,31–462; GS 27).
    • Zeugnisgeben durch Wort und Tat, damit andere zum Glauben geführt und gestärkt werden (1 Petr 3,15).

Kurz gesagt: Christen sind verpflichtet, Gott zu verehren, den Glauben zu bewahren und zu bekennen, die Sakramente und die Liturgie mitzufeiern, nach den Geboten zu leben und in Liebe und Verantwortung in der Welt zu handeln.

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Quellen und weiterführende Fragen

Quellen

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    Codex Iuris Canonici 1247 Im Glossar
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