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Wie geht man mit störenden Kindern in der Messe um?

Beantwortet am 26. Dezember 2025 4 Quellen

Pastoraler Umgang mit unruhigen Kindern in der Messe


Kurz gesagt

Kinder gehören wesentlich zur betenden Gemeinde; Jesus selbst lädt sie ausdrücklich ein. Eltern tragen die Verantwortung, ihre Kinder schrittweise zur aktiven, respektvollen Mitfeier zu erziehen, während die Gemeinde mit Geduld, Willkommenskultur und Unterstützung reagiert. Wer sich gestört fühlt, soll zuerst die eigene Haltung prüfen und wenn nötig freundlich das Gespräch suchen, ohne Kinder oder Eltern abzuwerten.

Grundlegend gilt: Kinder gehören zur Kirche und damit auch in die Messe. Jesus selbst ruft die Kinder zu sich: „Lasst die Kinder zu mir kommen …“ (Mk 10,14). Daher sind Kinder – auch wenn sie unruhig sind – kein „Fremdkörper“, sondern Teil der feiernden Gemeinde.

1. Grundhaltung

  • Willkommenskultur: Eltern mit Kindern sollen sich nicht unerwünscht fühlen. Die Gemeinde ist aufgerufen, Geduld und Liebe zu üben.
  • Realistische Erwartungen: Kleine Kinder können nicht die ganze Zeit still sein. Ein gewisses Maß an Geräusch ist normal und zu tolerieren.

2. Verantwortung der Eltern

  • Eltern sind nach kirchlicher Lehre die ersten Erzieher im Glauben (vgl. LG 11; Familiaris consortio). Dazu gehört auch, den Kindern nach und nach die Messfeier zu erklären und kindgerecht einzuüben.
  • Praktische Schritte (pastorale Empfehlung, keine verbindliche Norm):
    • möglichst so sitzen, dass das Kind etwas sehen kann (vordere Bänke; Kinder wollen verstehen, was geschieht).
    • leise erklären, was gerade passiert.
    • bei längerer, wirklich störender Unruhe (Schreien, Wutanfall) kurz mit dem Kind hinausgehen und später zurückkehren.

3. Verantwortung der Gemeinde

  • Kein Tadel von der Bank aus: Ärgerliche Blicke oder Kommentare widersprechen der christlichen Nächstenliebe.
  • Unterstützung: Wer in der Nähe sitzt, kann Eltern durch ein Lächeln oder kurze praktische Hilfe (z. B. Buch hinreichen) entlasten.
  • Pastorale Strukturen wie Kinderwortgottesdienste, Krabbelräume oder Familienmessen können helfen, aber sie dürfen nicht den Eindruck erwecken, Kinder seien in der „normalen“ Messe unerwünscht.

4. Verantwortung des Priesters / der Seelsorge

  • In Predigt oder Vermeldungen darf immer wieder betont werden, dass Kinder willkommen sind.
  • Es ist möglich, Eltern seelsorglich zu ermutigen, zugleich aber auch zu konkreter Erziehung zur Mitfeier anzuleiten (z. B. Gebet daheim üben, einfache Antworten der Messe lernen).

5. Wenn man sich selbst gestört fühlt

  • Zunächst innerlich prüfen: Ist das, was mich stört, wirklich objektiv massiv, oder bin ich selbst nur empfindlich?
  • Innere Haltung ändern: Man kann das Geräusch der Kinder als Anlass nehmen, für diese Familien zu beten.
  • Wenn die Situation tatsächlich dauerhaft extrem störend ist, kann man nach der Messe freundlich (nicht vorwurfsvoll) mit den Eltern oder – besser – mit dem Priester sprechen, um eine gute Lösung zu finden.
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Zusammenfassend: Die Kirche sieht Kinder als Geschenk. Ein liebevoll geduldiger Umgang, kombiniert mit verantwortungsvoller Erziehung durch die Eltern und einer unterstützenden Gemeinde, ist der Weg, mit unruhigen Kindern in der Messe umzugehen.

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Quellen und weiterführende Fragen

Quellen

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    Familiaris consortio 36 Im Glossar
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Weiterführende Fragen

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