Die Wiederkunft Jesu Christi in der katholischen Lehre
Kurz gesagt
Die Wiederkunft Jesu bedeutet seine endgültige, sichtbare Erscheinung in Herrlichkeit am Ende der Zeiten. Dann vollendet er die Geschichte, ruft alle Toten zur Auferstehung, hält das Letzte Gericht und führt die Gerechten in die ewige Gemeinschaft mit Gott, während Himmel und Erde erneuert werden. Der Zeitpunkt ist unbekannt; Christen leben in wachender Hoffnung und beten: „Komm, Herr Jesus!“.
Die Kirche bekennt im Glaubensbekenntnis: „Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten, und seines Reiches wird kein Ende sein.“ Damit ist die endgültige, sichtbare Wiederkunft Jesu am Ende der Zeiten gemeint.
Kernpunkte der katholischen Lehre:
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Vollendung der Geschichte
Jesus ist der Herr der Geschichte; mit seiner Wiederkunft kommt Gottes Heilsplan zur Vollendung. Alles Geschaffene wird in Christus zusammengeführt (vgl. Eph 1,9–10). -
Letztes Gericht
Christus wird als Richter erscheinen: jede Tat, jedes Herz wird im Licht der Wahrheit offenbar (Mt 25,31–46; Joh 5,22–291). Die, die in der Gnade Gottes sterben, gelangen zur ewigen Gemeinschaft mit Gott; wer sich endgültig von Gott abwendet, zur ewigen Trennung (KKK 1038–1041). -
Auferstehung der Toten und Verklärung der Schöpfung
Bei der Wiederkunft Christi werden alle Toten auferstehen (1 Kor 15; Joh 5,28–29). Leib und Seele werden endgültig vereint, die Gerechten empfangen einen verherrlichten Leib wie der auferstandene Christus (KKK 997–1004). Himmel und Erde werden erneuert (2 Petr 3,13; Offb 21,1–5). -
Kein irdisches politisches Reich
Die Kirche lehnt Vorstellungen eines rein irdisch-politischen „tausendjährigen Reiches“ im wörtlichen Sinn ab (KKK 676). Das Reich Christi ist vor allem geistlich: die vollendete Herrschaft Gottes über alle, die ihn lieben. -
Zeitpunkt unbekannt – Haltung der Wachsamkeit
Jesus betont, dass Tag und Stunde niemand kennt (Mt 24,36; Apg 1,7). Christen sollen deshalb nicht spekulieren, sondern wachsam, betend und treu leben (Mt 24–25; 1 Thess 5,1–6). Jede heilige Messe erinnert daran und richtet uns innerlich darauf aus, wenn wir beten: „… in Erwartung der seligen Hoffnung und der Wiederkunft unseres Erlösers Jesus Christus.“ -
Bereits jetzt und noch nicht
Christus ist in seiner Kirche, in den Sakramenten und im Heiligen Geist schon gegenwärtig (vgl. Mt 28,20), aber seine sichtbare, glorreiche Erscheinung und die endgültige Durchsetzung seiner Herrschaft stehen noch aus (KKK 671–672). Darum leben Christen in der Spannung von Hoffnung und Sehnsucht und beten mit der ganzen Kirche: „Komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).
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Quellen und weiterführende Fragen
Quellen
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Matthäus 24,36-44 (öffnet Bibleserver in neuem Tab) Heilige Schrift
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1 Korinther 15,20-28 (öffnet Bibleserver in neuem Tab) Heilige Schrift
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4
Offenbarung 22,12-20 (öffnet Bibleserver in neuem Tab) Heilige Schrift
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